Familientherapie

Schlüsselwörter:
aufsuchende Familientherapie, Familienaufstellung, Familienbrett, Familienskulptur, Familientherapie, Genogrammarbeit, mehrgenerationale Perspektive, Systemaufstellung, zirkuläre Fragen
Systemische Therapie / Familientherapie
setzt sich zum Ziel, Interaktionen bzw. die Beziehungsdynamik zwischen Beziehungspartnern so zu verändern, dass Probleme der Einzelnen, des Paares oder der Familie aufgelöst bzw. gemildert werden. Sie ist zur Behandlung von Störungen, die als beeinträchtigend oder leidvoll erlebt werden, von "krankheitswertigen" Symptomen, zur Ressourcenmobilisierung und Bewältigungshilfe bei psychischen und körperlichen Krankheiten indiziert.
Der strukturelle Vorteil der systemischen Familientherapie gegenüber herkömmlichen psycho-therapeutischen Verfahren wie etwa der Psychoanalyse oder der Verhaltenstherapie ist die programmatische Beachtung und Einbeziehung des gesamten relevanten Kontext des Klienten, also der wichtigen Bezugspersonen (Eltern, Kinder, Geschwister, etc.) oder auch des Berufs- und sonstigen Lebenskontextes. Konventionelle Verfahren wie Verhaltenstherapie, Psychoanalyse oder tiefenpsychologische Psychotherapie scheitern oft an der Lösung wichtiger Lebensprobleme, dass sie beim Individuum stehen bleiben, anstatt auf das Ganze zu schauen und auf das Ganze bezogene Lösungen zu erarbeiten.
Anlass zur Familientherapie können auch allgemeine Lebensprobleme oder familiäre Krisensituationen sein. Familientherapie kann in Einzel-, Paar- und Gruppentherapie durchgeführt werden. Die Familie kann, braucht aber nicht komplett zur Sitzung zu erscheinen. Erfolgreiche Veränderungen können auch dann stattfinden, wenn nur ein Mitglied oder Teile der Familie in einer Sitzung anwesend sind.
"Systemisches Denken erfaßt Ganzheiten und nicht Individuen. Es achtet auf die in diesen Ganzheiten geltenden Regeln und die in und zwischen ihnen bestehenden Wechselwirkungen. Das systemische Denken verlässt somit die die Kategorien von Ursache - Wirkung (und damit Schuld) zugunsten einer zirkulären Sichtweise. Alles im System ist aufeinander in Wechselwirkung bezogen. Menschen sind keine isolierten Einzelwesen, und daher ist jede Handlung darauf zu befragen, welche Bedeutung sie für das System hat, in dem der Mensch lebt."
Arist von Schlippe "Familientherapie im Überblick", 11. Auflage 1995, S. 30
Das Angebot
Wir bieten Ihnen die Möglichkeit systemische Familientherapie zur Klärung und Lösung aktueller Konflikte zu nutzen. Die Konflikte können innerhalb der eigenen Familie, der Beziehung oder Partnerschaft, mit den eigenen Eltern, in der Arbeitswelt oder anderen gesellschaftlichen Bereichen liegen,
Unser Arbeitsansatz ist systemisch, methodenintegrativ und lösungsorientiert.
Die von uns angebotene systemische Familientherapie schöpft aus den reichen Erfahrungen und Herangehensweisen verschiedener familientherapeutischer Schulen.
So z.B.
Struktureller Ansatz
Konflikt als Chance
Salvatore Minuchin
Struktur: Hierarchie, Grenzen und Autorität
Literatur: Minuchin, S., Fishmann, C. (1983): Praxis der strukturellen Familientherapie
Mehrgenerationaler Ansatz
Die Balance von Geben und Nehmen
Ivan Boszormenyi-Nagy
Literatur: Boszormeny-Nagy, I.; Spark, G.M. (1981). Unsichtbare Bindungen. die Dynamik familiärer Systeme
Erfahrungs- und wachstumsorientierter Ansatz
Heilung durch Begegnung
Virginia Satir
Selbstwert und Kommunikation
Carl Whitaker
Die symbolisch erfahrungsorientierte Perspektive
Whitaker, C. A.; Napier, A.Y. (1998). Die Bergers. Beispiel einer erfolgreichen Familientherapie
Strategischer Ansatz
Die Lösung ist das Problem
Paul Watzlawick, Jay Haley
Zirkulärer Ansatz
Symptome als Fähigkeiten
Mailänder Team, Selvini-Pallazzoli, M., Heidelberger Gruppe
Selvini-Pallazzoli, M. (1981). Paradoxon und Gegenparadoxon
Narrativer Ansatz
Nichts ist wahr ohne sein Gegenteil
Michael White, Harry Goolishian
Phänomenologischer Ansatz
Versöhnung durch Würdigung
Bert Hellinger; Gunthardt Weber
Lösungs- und ressourcenorientierter Ansatz
Vom Problem zur Lösung
Milton H. Erickson, Steve des Shazer
Setting
Die Sitzungen finden je nach Wunsch und Bedarf mit einem Einzeltherapeuten (männlich oder weiblich) oder in Co-Therapie Mann/Frau statt. Die Anzahl der Sitzungen bestimmen die unserer Klienten (Auftraggeber). Für die Lösung einzelner Problemfragen oder Konflikte gehen wir von 3 bis maximal 10 Sitzungen aus. Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich statt. Nach Bedarf des Klienten sind auch größere Pausen zwischen den Sitzungen möglich. Der Klient oder die Klienten bestimmt eigenverantwortlich darüber, wie viele Termine sie in Anspruch nehmen wollen. Eine Verpflichtung zur Inanspruchnahme einer bestimmten Anzahl von Sitzungen besteht nicht.
Kosten
Die Kosten orientieren sich am Einkommen. Preis und Zeitdauer nach Vereinbarung.
Sitzungen mit einem Co-Therapeuten-Team (Mann - Frau) kosten in der Regel das Doppelte eines Termins mit nur einem Therapeuten.
Sind minderjährige Kinder Jahre vorhanden, kann eine Kostenübernahme beim Jugendamt beantragt werden. In Berlin besteht auf Grund der Leistungsbeschreibung "Familientherapie" / "Aufsuchende Familientherapie" die Möglichkeit, dass das Jugendamt die für eine Familientherapie als Hilfsangebot nach §27,3 SGB VIII entstehenden Kosten übernehmen kann. Die Übernahme der Kosten müssen die Leistungsberechtigten vorab im Jugendamt beantragen.
Eltern, Kinder und Jugendliche haben nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe § 5 ein Wunsch- und Wahlrecht hinsichtlich des Anbieters notwendiger Jugendhilfeleistungen, insofern dieser über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen für die Übernahme der Aufgabe verfügt und keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen.
Kontakt:
Peter Thiel
Familienberater, Systemischer Berater, Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF), Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut (DGSF), zertifizierte Ausbildung in Lösungsorientierter-systemischer Psycho-Somatik und körperintegrierter Psychotherapie - www.gstb.org
Beratungszeiten:
In der Regel werktags 13 bis 19 Uhr (nur nach telefonischer Voranmeldung). Bei Notwendigkeit auch zu anderen Zeiten oder Sonnabends.
Bürozeit
Montags bis Freitag
von 10 - 12 Uhr
unter (030) 499 16 880
Außerhalb der angegebenen Bürozeit unregelmäßig oder über Funk zu erreichen.
Funk: 0177-6587641
E-Mail: info@system-familie.de
Internet: www.system-familie.de
Die Adresse:
Peter Thiel
Beratungspraxis
Wollankstr.133, Seitenflügel, 2. Obergeschoss, 13187 Berlin (Nähe Breite Straße, Rathaus Pankow)
Bus 107, 155, 250, 255; Tram M 1 (aussteigen Rathaus Pankow); S-Bahnhof Wollankstraße, 15 Minuten Fußweg oder U- und S-Bahnhof Pankow, 20 Minuten
Literatur:
M. H. Erickson; E. L. Rossi: Hypnotherapie: Aufbau - Beispiele - Forschungen. Pfeiffer, München, 1999
Jay Haley: "Warum ein psychiatrisches Krankenhaus Familientherapie vermeiden sollte", In: "Kontext", 1980, Heft 2, S. 76-95
Tom Levold; Erhard Wedekind; Hans Georgi: "Gewalt in Familien. Systemdynamik und therapeutische Perspektiven"; In: "Familiendynamik", 1993, Heft 3, S. 287-311
Frederick S. Perls; Ralph F. Hefferline; Paul Goodman: Gestalttherapie Grundlagen. dtv, 1979, (amerikanische Originalausgabe 1951)
Gerald von Reischach: "Aufsuchende Familientherapie. Eine wirksame Hilfe für Problemfamilien."; In: "Kindschaftsrecht und Jugendhilfe"; 10/2006, S. 457-458
Regina Riedel: "Familien-Zusammenhalt(en)?. Aufsuchende Familientherapie als ambulante Jugendhilfeleistung im Kontext von Fremdunterbringungen.", In: "Jugendhilfe, 1/2005, S. 27-29
Arist von Schlippe: "Familientherapie im Überblick"; Junferman-Verlag, 1995
Wolfgang Walker: Abenteuer Kommunikation. Bateson, Perls, Satir, Erickson und die Anfänge des Neurolinguistischen Programmierens (NLP). Klett-Cotta, 2000
Wolfgang Walker: "Die Forschungen zur Schizophrenie und die Entstehung der ´Double-Bind´-Hypothese" In: "Abenteuer Kommunikation. Bateson, Perls, Satir, Erikson und die Anfänge des Neurolinguistischen Programmierens (NLP)", Klett-Cotta 1996
Paul Watzlawick; Janet H. Beavin; Don D. Jackson: "Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien", Verlag Hans Huber, Bern; 1969/2000/2003
Paul Watzlawick; John H. Weakland; Richard Fisch: "Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels", Verlag Hans Huber, Bern; 1974/1992/1997/2001/2003
Paul Watzlawick: "Die erfundene Wirklichkeit. Wie wir wissen, was wir zu wissen glauben. Beiträge zum Konstruktivismus", Piper Verlag, München, 1985
Paul Watzlawick: "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?"; Piper; München, 1995
Paul Watzlawick; Giorgio Nardone: "Kurzzeittherapie und Wirklichkeit"; Piper Verlag, München, 1999
Paul Watzlawick: "Münchhausens Zopf oder Psychotherapie und `Wirklichkeit`", Verlag Hans Huber, 1988; Piper Verlag, 2005
András Wienands: Zur Verwendung der systemischen Familienskulptur in der Arbeitsweise von Peggy Papp, Virginia Satir sowie Fred und Bunny Duhl. In: Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung (ZSTB), Heft 3/2004, S. 155-169
András Wienands: "Perspektiven systemischer Praxis"; Lehrbuch der Gesellschaft für Systemische Therapie und Beratung; Berliner Systeme Verlag
András Wienands: "Methoden der Systemischen Therapie und Beratung“; unveröffentlichtes Arbeitsmaterial (www.gstb.org)
Andras Wienands: "Choreographien der Seele. Lösungsorientierte Systemische Psycho-Somatik"; Kösel, 2005
Andras Wienands: "Einführung in die körperorientierte systemische Therapie, Carl-Auer-Systeme Verlag; Auflage: 1., Aufl. (15. März 2010)
M. Withe; D. Epston: "Die Zähmung der Monster. Der narrative Ansatz in der Familientherapie.", Carl Auer Verlag, Heidelberg, 1998
M. Withe: "Der Vorgang der Befragung: eine literarisch wertvolle Therapie?", In: "Familiendynamik", 14 (2), 1989, S. 114-128