Familienberatung
Partnerschaft, Familie und Kinder stehen bei vielen Frauen und Männern ganz oben auf der Wunschliste. Die Familie wird als emotionaler Rückhalt, als Ort von Verlässlichkeit, Treue, Häuslichkeit und Partnerschaft verstanden. Liebe, Nähe, Geborgenheit - die Sehnsucht ist riesengroß, aber die Realität sieht oft anders aus. Ungeklärte Beziehungs-, Paar- und Familienkonflikte, die oft auch aus ungelösten Konflikten der eigenen Herkunftsfamilie oder aus unverarbeiteten Traumata in der eigenen Entwicklungsgeschichte resultieren, führen zu wachsenden Spannungen in der Partnerschaft oder Familie, zu Enttäuschung und Frustration, Krankheit, Verhaltensstörungen, Eskalationen in Form verdeckter oder offener psychischer und physischer Gewalt. Die Beziehung kann so schließlich in gegenseitigen Hass und Beziehungsabbruch enden. Schwierigkeiten im Beruf, in der Schule und im weiteren privaten Bereich, Suchtmittelmissbrauch und suizidalen Gefährdungen können hinzu treten.
Psychosomatische Symptome und Erkrankungen eines oder mehrerer Familienmitglieder, wie z.B. Durchfall, Verstopfungen, Essstörungen, Schlafstörungen, Sexualstörungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervosität, Hautausschläge, Juckreiz, Asthma, Depressionen, Magengeschwüre, Rheuma, Krebs und Herzinfarkt sind häufig auch Zeichen und Folge ungelöster Konflikte.
Werden Spannungen oder Kränkungen als unerträglich empfunden, scheint eine Trennung der Partner häufig die einzige Lösung zu sein. Sind keine Kinder beteiligt, so hält sich der Schaden in Grenzen. Der Konflikt bleibt allerdings in der Regel unbearbeitet und die alten Muster, die zur Trennung geführt haben, werden in neuen Partnerschaften oft wiederholt. Mit der Folge einer abermaligen Trennung oder der Verweigerung neue Bindungen einzugehen.
Trennen sich Eltern, so tragen sie ihre ungelösten Konflikte oft über das gemeinsame Kind aus. In jahrelangen zermürbenden Kämpfen streiten sich die Eltern über Fragen des Umgangs mit dem Kind, der elterlichen Sorge oder finanzielle Angelegenheiten. Verlierer des Streites sind die Eltern und das Kind. Einzige Nutznießer sind Rechtsanwälte, von denen es allein in Berlin über zehntausend gibt Neben der oft erheblichen direkten Belastung des Kindes und der Eltern durch die Auseinandersetzungen kommen oft noch erhebliche finanzielle Belastungen - Gerichts- und Anwaltskosten - auf die einander bekämpfenden Eltern hinzu. Der Kampf bringt jedoch keine Lösung, sondern nur Sieg oder Niederlage, des einen oder anderen Elternteils. Die Niederlage des einen bewirkt dessen Wunsch nach Revanche, so dass der Kriegszustand der Eltern faktisch nicht beendet wird. Das Kind, das beide Eltern liebt, leidet darunter und nimmt Schaden.
Wozu Beratung?
Beratung kann Sie dabei unterstützen, Partnerschafts-, Familien-, Erziehungs- und Trennungskonflikte zu erkennen, anzusprechen und gemeinsam konstruktivere Beziehungsmuster und Lösungen zu finden.
Bei einer Trennung kann Beratung dabei unterstützen, sich zukünftig respektvoll und fair zu begegnen und damit den gemeinsamen Kindern und sich selbst eine positive Entwicklung zu ermöglichen.
Unser Beratungsangebot zu Fragen von Partnerschaft oder Familie wendet sich an Familien, Eltern, Paare, Einzelpersonen, Kinder und Jugendliche. Die Beratung kann je nach Bedarf einzeln, zu zweit oder gemeinsam mit den Kindern stattfinden. Auch andere Beteiligte, z.B. Großeltern können einbezogen werden.
Themen für die Beratung:
- Erziehungsfragen, Erziehungsprobleme
- Konflikte in Partnerschaft oder Familie
- Familiäre Gewalt, physischer und psychischer Missbrauch des Kindes
- Kinderwunsch, Familienplanung, Schwangerschaft, Abstammungsgutachten, Vaterschaftsanerkennung, Kindesunterhalt, Unterhaltsvorschuss, Beistandschaft des Jugendamtes, Kindergeld, Elterngeld und Elternzeit.
- Beziehungsgestaltung zwischen Vater, Mutter und Kind bei und nach einer Trennung. In welcher Form wollen Sie die elterliche Verantwortung zukünftig wahrnehmen?
- Welche Möglichkeiten und Modelle der Betreuung, Pflege und Erziehung des gemeinsamen Kindes gibt es bei einer Trennung
und andere, Sie interessierende Themen.
Sie können einzeln oder auch zu zweit oder mit anderen wichtigen Personen in die Beratung kommen. Eine gemeinsame Elternberatung oder Paarberatung macht allerdings in der Regel nur dann Sinn, wenn dies beide Elternteile oder Partner auch wollen.
Ein unfreiwillig mitgeschleppter und nicht motivierter Partner versteht es in der Regel jede Beratung zum Scheitern zu bringen, denn dies ist sein heimliches Ziel. Es soll alles so bleiben wie bisher und damit es so bleibt, muss alles abgewehrt werden, was eine angstmachende Veränderung bewirken kann. Der Berater oder Therapeut wird dann massiv nonverbal und verbal abgewertet. Dies löst bei diesem verständlicherweise in der Regel Ärger aus, die Situation eskaliert und schließlich fühlt sich der Beratungsunwillige in seinem Glauben bestätigt, dass ihm niemand helfen kann (selbsterfüllende Prophezeiung).
Auf den ersten Blick sind es eigenartiger Weise in der Mehrzahl Männer, die so agieren. Wer sich mit der gesellschaftlichen Konstruktion von Männlichkeit auskennt, wird sich darüber aber nicht weiter wundern. In der Regel folgen traditionelle Männer zum einen dem erlernten Männlichkeitsideal, nach dem es einem Mann nicht ziemt um Hilfe nachzusuchen. Ein echter Mann hat - ganz Cowboy - alles unter Kontrolle. So wird dann z.B. zum Anliegen der Partnerin nach gemeinsamer Beratung vorgetragen: "Das bringt doch nichts. Uns kann sowie so niemand helfen." (21.11.2007).
Zum anderen fällt es traditionell sozialisierten Männern sehr schwer, ihre Ohnmacht und emotionale Abhängigkeit von der Frau (die häufig als Mutterersatz fungiert) anzuerkennen.
In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, allein zu kommen. Ob man dies dem Partner vorher mitteilt oder nicht hängt vom Einzelfall ab. Da der Partner in der Regel ein starkes Kontrollbedürfnis hat, empfindet er / sie auch der ohne seine Teilnahme einzeln wahrgenommenen Beratung des anderen Partners als akute Bedrohung der aktuellen Situation. Dies trifft ja oft auch zu, weil der veränderungsbereite Partner eine Veränderung oder gar eine Trennung ins Auge fasst, die von Seiten des nichtveränderungsbereiten Partners nicht gewollt ist und oft heftige Angst auslöst. Männer kaschieren diese Angst oft mit einer dicken Decke von Aggressivität und scheinbarer Kühle.
Die Beratung kann wahlweise mit einem Berater, einer Beraterin oder gemeinsam mit beiden stattfinden. Die Beratung erfolgt vertraulich. Die Mitarbeiter/innen unseres Projektes verfügen über professionelles Wissen (sozialpädagogische, psychologische und rechtliche Kenntnisse), persönliche, beraterische und therapeutische Kompetenzen.
Familienberatung im Kontext von Freiwilligkeit
Die Eltern oder andere beteiligte Familienmitglieder sind an einer Konflikt- oder Problemlösung interessiert, finden aber trotz vielfältiger Versuche keinen für die Beteiligten guten Weg.
Familienberatung im Zwangskontext
Ein oder mehrer Familienmitglieder sind an einer Konflikt- oder Problemlösung nicht interessiert. Dies geschieht vielfach aus der Position eines massiven Machtungleichgewichtes heraus, beispielsweise, wenn ein Elternteil das alleinige Sorgerecht hat, eigentlich eine auf grund verfassungsrechtlicher Vorgaben nach Artikel 6 Grundgesetzt rechtlich nicht vorgesehene Machtposition, die aber trotz ihre ins Auge fallenden Verfassungswidrigkeit noch immer eine weitestgehend unbeanstandete Verbreitung aufweist.
Machtungleichgewichte können jedoch auch dann auftreten, wenn beide Eltern das Sorgerecht innehaben, jedoch ein Elternteil auf grund verschiedener Umstände einen erheblich größeren Einfluss auf das Kind hat, beispielsweise, wenn dieses die meiste Zeit im Haushalt dieses Elternteils lebt.
Interesselosigkeit an einer Konflikt- oder Problemlösung resultieren oft auch aus als massiv erlebten vorhergegangenen Kränkungen mit der daraus resultierenden Haltung, den oder die vermeintlich Schuldigen / Schuldige zu bestrafen. so beispielsweise bei einem als schuldig identifizierten Mann, der die Vaterschaft nicht freiwillig durch Beurkundung anerkannt hat, sondern im familiengerichtlichen Verfahren unter Einholung eines Abstammungsgutachtens. Oder bei einer als schuldig identifizierten Frau, die ein außereheliches Verhältnis führte, sich dann von ihrem Ehemann, worauf dieser die "Ehebrecherin" betrafen will.
Telefonberatung
Bei Bedarf biete ich eine telefonische Familienberatung an. Technisch ist das bei einem vorhandenen ISDN-Anschluss kein Problem. In einer Konferenzschaltung sind die Teilnehmer (Familienmitglieder und Berater) gleichzeitig auf einer Leitung miteinander verbunden. Es können drei, vier oder auch mehr Teilnehmer gleichzeitig an einer solchen Konferenzschaltung teilnehmen.
Eine telefonische Familienberatung kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn die Familienmitglieder an verschiedenen Orten leben und keine geeignete oder zeitnahe Möglichkeit gegeben ist, gemeinsam zu einer Familienberatung an einen Ort zu gehen.
Eine telefonische Familienberatung bietet sich auch an, wenn die Familienmitglieder im ländlichen Raum leben, wo es in Ortsnähe kaum Beratungsangebote gibt oder wo die Wartezeiten für einen Termin zu lang sind
Kosten der Beratung:
Die Kosten der Beratung orientieren sich am Einkommen. Preis und Zeitdauer für eine Beratung nach Vereinbarung.
Sind minderjährige Kinder Jahre vorhanden, kann eine Kostenübernahme beim Jugendamt beantragt werden. Eltern, Kinder und Jugendliche haben nach § 5 Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe ein Wunsch- und Wahlrecht hinsichtlich des Anbieters notwendiger Jugendhilfeleistungen, insofern dieser über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen für die Übernahme der Aufgabe verfügt und keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen.
Kontakt:
Peter Thiel
Systemischer Berater, Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF), Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut (DGSF), Verfahrenspfleger (SPFW Brandenburg) und Umgangspfleger
Beratungszeiten
In der Regel werktags 13 bis 19 Uhr (nur nach telefonischer Voranmeldung). Bei Notwendigkeit auch zu anderen Zeiten oder Sonnabends.
Bürozeit
Montags bis Freitag
von 10 - 12 Uhr
unter (030) 499 16 880
Außerhalb der angegebenen Bürozeit unregelmäßig oder über Funk zu erreichen.
Funk: 0177-6587641
E-Mail: info@system-familie.de
Internet: www.system-familie.de
Die Adresse:
Peter Thiel
Beratungspraxis
Wollankstr.133, Seitenflügel, 2. Obergeschoss, 13187 Berlin (Nähe Breite Straße, Rathaus Pankow)
Bus 107, 155, 250, 255; Tram M 1 (aussteigen Rathaus Pankow); S-Bahnhof Wollankstraße, 15 Minuten Fußweg oder U- und S-Bahnhof Pankow, 20 Minuten